Black-Sabbath

  Startseite
  Über...
  Archiv
  Black Sabbath Biografie
  Songtexte Album:Black Sabbath
  Black Sabbath Alben
  Songtexte Album:Master of Reality
  Reunion Logo
  Band Mitglieder
  Dio Biografie
  Ozzy Osbourne Biografie
  Heavy Metal Geschichte
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   
   Black Sabbath.com
   Ozzy Osbourne
   www.blacksabbath.de



https://myblog.de/black-sabbath

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ozzy Osbourne

"In den letzten einundzwanzig Jahren war ich nichts anderes als ständig stoned und besoffen. Ich kann mich an Namen und an Gesichter erinnern, aber wenn es darum geht, Namen mit Gesichtern zu verbinden ...," erzählt Ozzy Osbourne 1988 über sich in einem Interview. An dem Lebenswandel und dem durchsiebten Gedächtnis hat sich seitdem wohl kaum etwas geändert.
1948 als John Michael Osbourne geboren und im englischen Birmingham in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, entschließt er sich nach mehreren Jugendstrafen zu einer Karriere als Musiker. Eine Weile lang hält er sich mit Auftritten in Kneipen und Bars mehr schlecht als recht über Wasser, eines Abends kommt er jedoch mit seiner Band an einem B-Movie-Kino vorbei. "Wenn Leute Geld zahlen, um Horrorfilme zu sehen, warum machen wir dann keine angsteinflößende Musik?" geht ihnen durch den Kopf, wie Osbourne in einem Interview auf seinem 2001er Album "Down To Earth" berichtet. Ein Geistesblitz, der nicht nur die Namensgebung von Black Sabbath erklärt, sondern auch die heute noch bestehende musikalische Identität Osbournes.
Jahrelang gilt die Band als so ziemlich das Böseste, was man sich vorstellen kann. Der Sänger verbreitet nicht nur auf der Bühne sein dämonisches Heavy Metal-Image. Seine Exzesse sind legendär und führen 1979 schließlich zum Rauswurf. Am Tiefpunkt seiner Karriere angelangt, zieht er sich sechs Monate in ein Hotel zurück und stürzt endgültig ab. Erst als Sharon Arden, die Tochter des Black Sabbath-Managers, vorbei kommt um alte Schulden einzutreiben, schafft er es, sich wieder aufzurappeln. Um seine Solokarriere ins Rollen zu bringen, verschafft sie ihm eine Audition bei CBS. Der Auftritt soll außergewöhnlich ausfallen, so empfiehlt sie ihm, drei weiße Tauben mitzunehmen und sie im Zimmer freizulassen. Osbourne, besoffen, setzt sich dagegen auf den Schoß einer anwesenden Dame, lässt zwei Vögel fliegen und beißt dem dritten den Kopf ab.

Eine Episode, die ebenso Bestandteil des Ozzy-Mythos ist wie der Verzehr eines Fledermaushauptes bei einem Auftritt im Jahre 1982. Das Konzert endet im Krankenhaus mit einer Tollwutimpfung. Da ist er allerdings schon wieder ganz oben. Zwar erhält er bei CBS vorerst Hausverbot, die dennoch veröffentlichte Platte "The Blizzard Of Ozz" wird aber zum Riesenerfolg. Mit "Crazy Train," Goodbye To Romance" und "Hey, Mr. Crowley" enthält sie zudem seine drei besten Sololieder.

Ein wesentlicher Beitrag dazu stammt von seinem Gitarristen Randy Rhoads, dessen Virtuosität den Anfang einer Bewegung kennzeichnet, die Mitte der achtziger Jahre mit Steve Vai, Yngwie Malmsteen und Kirk Hammett von Metallica ihren Höhepunkt findet. Seine vielversprechenden Fähigkeiten wird er jedoch nicht ausbauen können. On the Road im Frühling 1982, unternimmt er eine Spritztour in einem kleinen Flieger; der Pilot streift den Tourbus, ein Flügel bricht ab, das Flugzeug kracht in eine Scheune und explodiert. Osbourne, der sich im Bus befindet, trägt zwar keine Verletzungen davon, der Verlust Rhoads hinterlässt aber tiefe Spuren.

Mit ständig wechselnder Bandbesetzung führt er seine Karriere erfolgreich weiter. Er heiratet seine Managerin Sharon Arden, setzt einige Kinder auf die Welt, lebt in Beverly Hills, wenn er nicht gerade Konzerte gibt, lässt auf bodenlose Abstürze Entziehungskuren folgen und umgekehrt. Erst Mitte der 90er Jahre zeichnet sich eine neue Phase ab, hinter der seine geschäftstüchtige Ehefrau steht. Sie haucht neues Leben in das hinsiechende Markenzeichen Black Sabbath ein, mehrere Reunion-Touren und Best-Of-Alben erweisen sich als Kassenschlager. 1996 findet zudem das erste OZZ-Fest statt, eine jährlich ausgetragene Sommerveranstaltung, die mittlerweile zu den wichtigsten in ihrem Gebiet zählt. So treten im Sommer 2001 neben Black Sabbath in Originalbesetzung unter anderen Marilyn Manson, Slipknot, Papa Roach, Linkin Park und Crazy Town auf.

Nicht nur in seiner Wahlheimat USA ist Ozzy Osbourne eine Kultfigur. Einerseits wegen seiner musikalischen Vergangenheit, aber auch wegen seines Witzes und seiner Ironie. Er ist ein gern gesehener und unterhaltsamer Gast bei allen möglichen Talkshows, sein Duett mit Miss Piggy in der Muppet Show ("Born To Be Wild") ist ebenso legendär wie seine "Teilnahme" in "Beavis & Butthead Do America." Sein Auftritt in Lita Fords "Close My Eyes Forever" macht das Lied 1998 zum Hit, zusammen gearbeitet hat er auch mit Ringo Starr auf "Vertical Man," während er mit Busta Rhymes auf dessen Coverversion des Black Sabbath-Klassikers "Iron Man" gerappt hat.

Im November und Dezember 2001 ist Ozzy Osbourne mit seiner "Merry Mayhem" Tour in den USA unterwegs. Im Januar/Februar 2002 stellt er sein Album "Down To Earth" auch in Europa live vor. 2002 steht allerdings ganz im Zeichen von "The Osbournes". MTV zeigt das Leben der Familie Osbourne als Real Life-Soap, was Zuschauer auf allen Erdteilen vor die Glotze zieht. Das "Osbourne Family Album" erscheint postwendend. Darauf ist sowohl Tochter Kellys Madonna-Cover "Papa Don't Preach" enthalten, als auch der größte Solo-Erfolg des Vaters: "Dreamer". Der Song entsteht in Zusammenarbeit mit dem erfolgreichen Songwriter Marti Frederiksen (Aerosmith, Pink, Sheryl Crow). Die Ballade klettert in Deutschland in die Top 10. Nur Black Sabbaths "Paranoid" schaffte es 1970 weiter nach oben: auf Platz Eins.








Gegenüber seinem Berufsstand und den eigenen Fähigkeiten besitzt Ozzy Osbourne ein kritisches, gleichzeitig aber auch ironisch-humorvolles Verhältnis. Er selbst beispielsweise sagt von sich: "Ich bin kein Musiker, sondern ein Schmierenkomödiant". Dass seine zahllosen Fans in aller Welt dieser Einschätzung natürlich vehement widersprechen, weiß Ozzy nur allzu gut. Denn ohne Frage gehört er zu den wichtigsten, erfolgreichsten und profiliertesten Rocksängern der Gegenwart. Seine sagenumwobenen Jahre mit Black Sabbath, seine seit den frühen Achtzigern überaus erfolgreich verlaufende Solokarriere belegen unmissverständlich: Ozzy ist eine lebende Legende, deren exaltiertes Bühnengebaren in Verbindung mit einer außergewöhnlichen Stimme unverwechselbar ist. Die Folge: Mit mehr als 70 Millionen verkaufter Alben weltweit gehört er zu den Spitzenkräften der Szenerie. In den Jahren 1993 und 2000 gewann er den Grammy Award in der Sparte ´Best Metal Performance` und wird im kommenden Jahr in Hollywood´s ´Walk Of Fame` mit einem eigenen Stern ausgezeichnet werden. Seine Konzerte sind mit absoluter Regelmäßigkeit ausverkauft, das von ihm 1996 inszenierte OZZfest avancierte zur alljährlich stattfindenden festen Metal-Institution mit Kultcharakter.

Mit Down To Earth veröffentlicht er nun sein erstes Soloalbum seit sieben Jahren, ein Werk, das alle wichtigen Ingredienzien eines typischen Ozzy-Sounds in sich vereinigt. Als da wären: seine radikal-melancholische Röhre, die schleppenden, wadenbeißenden Rhythmen, die faszinierenden Melodien, das Flair eines Rock-Desperados, dessen persönlichen Tragödien ihn zur charismatischen Persönlichkeit geformt haben. "Mit dem Rücken zur Wand bin ich immer am gefährlichsten", sagt er, und verweist damit indirekt auf seine in den Achtzigern zur Tagesordnung gehörenden Eskapaden im Drogenrausch bzw. Dauersuff, die so manches Mal sein kapriziöses Gefühlsleben mächtig durcheinander gewirbelt haben. Mit ´Gets Me Through` dem Opener seines aktuellen Albums, richtet er eine Art offenen Brief an seine Fans, erklärt sich und sein Innerstes. Ozzys Seele ist voller Narben, sein Gemüt von Verletzlichkeit geprägt. Seit seinem 14. Lebensjahr haderte er in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder mit seinem Schicksal, war nach eigenen Angaben oftmals kurz vorm Suizid, "nur um mal zu sehen, wie einem dabei zumute ist." Ozzy hat der Versuchung gottlob standgehalten, seine verwegene Nähe zur ewigen Ruhe ist geblieben.

Wichtigster Partner in seinem atmosphärischen Sound-Dickicht ist Gitarrist Zakk Wylde, ein Ausnahmemusiker, der schon Alben wie No Rest For The Wicked oder No More Tears nachhaltig veredelte. Wylde ist selbst ein Superstar der Rockmusik. Seine imposante körperliche Gestalt, die Art, in der er seine stets tief in der Lendengegend hängende Gibson Les Paul bearbeitet, hat ihm Bewunderer in der ganzen Welt eingebracht. Wylde spielt auf Down To Earth erneut bluesig und kraftvoll, sensibel und furios im gleichen Atemzug. Das Entscheidende: Sein Ton ist unnachahmlich, speziell für ihn wird er von vielen anderen namhaften Gitarristen sehnlich beneidet.

Neben Wylde verewigten sich Bassist Robert Trujillo (Ex- Suicidal Tendencies) und der frühere Faith No More-Schlagzeuger Mike Bordin auf Down To Earth. Ihre Aufgabe bestand darin, den elf kraftstrotzenden Songs das rhythmische Korsett zu geben. Nicht weniger, aber auch nicht mehr? Doch! Trujillo verdiente sich zudem einige Songwriter-Credits, Stücke, wie ´Can You Hear Them`, ´Junkie` oder ´That I Never Had` tragen ebenfalls seine kompositorische Handschrift. Gleiches kann man von Tim Palmer behaupten, der sowohl als Co-Komponist als auch in der Funktion des Produzenten dem Album seinen Stempel aufdrückt. Das Ergebnis ist ein Werk, das in Zusammenarbeit mit Marti Frederiksen, Joe Holmes, Danny Saber und Mick Jones komponiert und anschließend in den ´Jim Hanson Studios` in Hollywood, Kalifornien aufgenommen wurde und das sich nahtlos in die Reihe der großen Ozzy-Classics einreiht.

Seit Ozzy Osbourne Anfang der Siebziger mit Black Sabbath weltweit für Furore sorgte, ist er aus der internationalen Rockszene nicht mehr wegzudenken. Alben wie Master Of Reality oder das legendäre Sabbath Bloody Sabbath bzw. Hits wie ´Paranoid`, ´Iron Man` oder ´War Pigs` sind Meilensteine des Heavy Metals. 1980 verließ Ozzy die Band und konzentrierte sich auf seine Solokarriere. Mit dem ehemaligen Quiet Riot-Mitglied Randy Rhoads stand ihm - nach Black Sabbath´s Toni Iommi - ein weiterer herausragender Gitarrist zur Seite. Gleich die erste Single ´Crazy Train` war ein Volltreffer, das direkt anschließende Blizzard Of Ozz ein nicht weniger bemerkenswertes Debütalbum. Das tragische Ende von Rhoads, der im März 1982 bei einem Flugzeugunglück in Orlando ums Leben kam, beendete diese Zusammenarbeit. Es folgten weitere Metal-Klassiker wie Bark At The Moon oder The Ultimate Sin, bevor Ozzy 1988 den damals 21jährigen Zakk Wylde als neuen Gitarristen seiner Gruppe vorstellte. Mit ihm fand er einen neuen kongenialen Partner, der Alben wie No Rest For The Wicked oder No More Tears nachhaltig positiv beeinflusste.

Insgesamt zwölf Alben hat Ozzy in den bis dato zwanzig Jahren seiner Solokarriere veröffentlicht, er bekam 2001 den MTV Movie Award für seine Rolle in Adam Sandler`s ´Little Nicky` und steckt weiterhin voller Ideen und Pläne. Noch in diesem November wird sein Playstation 2-Videospiel ´Ozzy Osbourne´s Black Skies` veröffentlicht, bevor ihn im kommenden Jahr die Welt wieder auf der Bühnen bewundern kann. Fazit: It´s Ozzy, it´s the diary of a madman!







Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung